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Stadtgeschichte

Stadtgeschichte

 

1258

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes befindet sich in dem ältesten Kopialbuch Pfortaischer Klosterbriefe

ca. 1000

Die Gründung des Ortes Ziegenrück. Die erste Siedlung soll zum größten Teil oberhalb der alten Schäferei gestanden haben und durch eine Überschwemmung vernichtet worden sein. Der Ortsname Ziegenrück ist auf eine sorbische Bezeichnung "Czegenruck" zurückzuführen, sie bedeutet "Flußbogen" oder "Flußschlinge"

bis 1327

Ziegenrück bleibt Eigentum des Reußischen Hauses. Friedrich der Strenge, der Markgraf von Meißen, belagert die Burg ein weitberufenes festes Schloß", wie es in der Urkunde heißt und erobert sie dadurch, das er den Wasserweg abschneidet

1546

Die erste Schulwohnung neben der Kirche wird von dieser erbaut. Vor der Reformation gab es in Ziegenrück keine Schule

1554

Die Scheunen vor dem "Oberen Tor" und vor dem "Unteren Tor" werden urkundlich erwähnt

1557

Nach einem Landessteuerregister hat die Stadt 93 Bürger.
Haustiere: 101 Kühe, 39 Kälber, 25 Schweine, 35 Ziegen, 62 Schafe, 2 Pferde

1609

Ein schweres Hochwasser zerreißt die Wehre total

1622

Eine Meisterei (Gericht) wird in Ziegenrück erwähnt

1623

Der Schwedenkönig Gustav Adolf durchzieht die Gegend und rastet auf der Königswiese bei Liebengrün

19.01.1640

200 Reiter und 200 Musketiere, meist Schweden, Finnen und Lappen überfallen das Haus (Burg) Ziegenrück. Die kleine Besatzung, etwa 20 Mann wird überrannt und das Schloß eingenommen. Die "Schwedenschanze" führt wohl seit dieser Zeit ihren Namen. Während der Anwesenheit der Schweden entsteht in der Stadt eine Feuerbrunst, welche die unterste Hälfte bis zum Pfarrhaus zerstört. Ein weiteres Mal verwüsten bayrische Truppen den Ort im Herbst 1646

bis 1647

Die Schweden liegen im Ort.
Der schwedische Offizier Alexander Karr, dessen Sohn hier stirbt und in einem Gewölbe unter der Kirche beigesetzt wird, hinterläßt der Kirche einen Abendmahlskelch

10.04.1656

An diesem Tage zerstört eine riesige Feuerbrunst die wenigen Häuser der Stadt, die das Kriegsgewirr überstanden haben: Die Kirche, das Diakonat, 35 Wohnhäuser und 19 Scheunen, so das nur das Rathaus und 5 Häuser am Marktplatz übrigblieben

13.09.1700

Ein Wolkenbruch geht im Drebatal nieder. Das Wasser des Baches überflutet die ganze Stadt und reißt das "Obere Tor" und die Gerberhäuser am Bach nieder

1720

Die ersten Kartoffeln werden in Ziegenrück angebaut

1767

Genehmigt der Kurfürst die Anlage eines Blaufeuers in der Ludwigshütte

1806

Napoleon kommt im Oktober ganz in die Nähe von Ziegenrück. An diesem Tag erlitten die Preußen und die Sachsen im Gefecht bei Schleiz eine schwere Niederlage

18.05.1815

Vertragsabschluss:
Damit fällt der ganze Kreis Neustadt, der 1567 entstanden war, mit Ziegenrück an Preußen. Die Abtretungsurkunde sagt: "Die Grenzen des Neustädter Kreises, der ganz an Preußen übergeht, bleiben unverändert.

1823

Die Apotheke wurde eröffnet

1840

Gründung der Kreissparkasse

1847

Gründung eines Gesangsvereins in Ziegenrück. Die eingeübten Lieder mussten vorher von der Polizeibehörde genehmigt werden

1852 - 1860

Bau der "Kunststraße" von Moxa über Ziegenrück nach Eßbach

1861

Die erste Fuhrpost zwischen Ziegenrück und Ebersdorf in Richtung Kronach wird eröffnet. Der Stadtrat besteht aus einem Bürgermeister, drei Ratsmännern und sieben Stadtverordneten. Außerdem war hier der Sitz der Superintendentur, einer königlichen Gerichtskommission, eines Pfarrgerichtes, eigener Güter des Kreissteueramtes, des Kreisphysikus und des Kreischirurgen. Für die Armen gab es eine Armenkasse und ein Hospital. Die Beamten bildeten eine geschlossene Gesellschaft und die Bürger eine uniformierte Schützengilde. Letztere hatte ein Schießplatz und hielt alljährlich ihr Vogelschießen ab

14.09.1862

Gründung des Turnvereins Ziegenrück. Heute trägt der Verein den Namen "FSV Blau-Weiß 1962 Ziegenrück" und hat um die 100 Mitglieder

1864

Die Ludwigshütte wird ein größeres Eisenhüttenwerk mit 2 Hochöfen, Gießerei und Dreherei

1867

Bis zu diesem Jahre gibt es in Ziegenrück keine Straßenbeleuchtung. Die ersten 18 Solaröl-Laternen werden 1867 bis 1868 aufgestellt

1874

Gründung der Holzstoff- und Pappenfabrik, 1914 arbeiten hier 184 Arbeiter

11.11.1889

In den Mitternachtsstunden wird Ziegenrück von einem schweren Brandunglück heimgesucht. In kürzester Frist werden 19 Scheunen ein Raub der Flammen

1894/95

Beginn des Bahnbaues

1894

Erhält die Post ein besonderes Gebäude. Zu den Behörden kommt am 01.12.1894 die Bahnverwaltung, nachdem die Strecke Triptis-Marxgrün in Betrieb genommen wird

1896/97

Eröffnung der Badeanstalt an der Saale. Diese ist ursprünglich von einer Privatvereinigung gegründet worden

16.08.1903

Grundsteinlegung zum Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisturm auf der Hemmkoppe

1908

Eine Acetylen-Gasanlage wird errichtet, an welche die Straßenbeleuchtung und der größte Teil der Gebäude angeschlossen werden. 1917 werden die Straßenbeleuchtung auf Elektrizität umgestellt und die Haushalte elektrifiziert (Schließung des Gaswerkes Ziegenrück)

1909/10

Turnhalle im Plothental wird gebaut - Heute ist sie das Vereinshaus der Stadt, wo regelmäßig Veranstaltungen stattfinden

1913/15

Straßenbau von Ziegenrück nach Külmla

1920/21

Das Conrod-Kraftwerk wird von "Carl-Zeiss-Jena" erbaut

1926

Bau des Feuerwehrdepot

1926

Eröffnung der Jugendherberge mit 50 Plätzen im Schloss

1934

Bau der Badbrücke

1937

Eröffnung des Schwimmbades

1965

Eine Doppelkegelbahn wird gebaut

1966

Das Wasserkraftmuseum wird eingeweiht

1970/72

Bau der neuen Schule - Einzug am 28.Februar 1972

1994

Im Frühjahr schließt das Pappen und Kartonagenwerk

1996

Die neue Turnhalle an der Schule wird eingeweiht

1998

Der Fahrbetrieb der Eisenbahn wird eingestellt

1999

Ziegenrück erhält das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“

2007

Schule wird am 31.07. wegen geringer Schülerzahlen geschlossen

Juni 2008

Eröffnung der Wohngruppe des Pflegedienstes Grüner in der "Alten Molkerei"

August 2008

Fertigstellung des Spielgartens an der Saalestraße

Oktober 2008

Einzug der Stadtverwaltung und des Fremdenverkehrsamtes mit der Tourist-Information in das sanierte Rathaus am Markt 6

Juni - Dezember 2009

grundhafter Ausbau der Pößnecker Straße und Gewege, sowie Neubau der Brücke

August 2009

Die Katholische Kirche wird entweiht und verkauft

April 2010

Fertigstellung der Pößnecker Straße, einschließlich der Brücke

August 2010

Sanierung der Plothenbachmauer
Baubeginn der Plothenbachbrücke

April - September 2011

Bau und Befestigung der Pößnecker Straße am Schlossberg

11.06.2011

Fertigstellung der Plothenbachbrücke (Schleizer Straße - Saalestraße)

17.08.2011

Einweihung des Radwanderweges zwischen Ziegenrüvk und Waldburg

11.02.2012

"Altes Forsthaus" brennt ab

21.03.2013

100 jähriges Jubiläum "Strom für Alle" in Ziegenrück

April 2013

Neue Schürze am Saale-Wehr der Fernmühle eingebaut

12.09.2014

Einweihung des Naturlehrpfades auf der Walderlebnis-Insel

2015

Einweihung der Elisabethbrücke in der Lobensteiner Straße

2018

Erneuerung Straße am Schloßberg unterer Abschnitt